Donnerstag, 23. Februar 2017

Phuket mit dem Mietwagen entdecken

Üblicherweise rollen wir unsere Urlaubsplanung Stück für Stück von Abflug, über Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten, bis hin zum Heimflug auf.
Doch bei unserer letzten Reise stand zunächst die Unterkunft im Vordergrund. 

Warum? 

Drei Paare mit und ohne Kinder -  drei unterschiedliche Reisezeiträume - drei unterschiedliche Vorstellungen vom perfekten Urlaub - jedoch ein gemeinsamer Wunsch: zusammen eine schöne Zeit auf Phuket verbringen.

Da zwei unserer Mitstreiter bereits mehrfach in Thailand waren und uns des öfteren das Bismarck Paradies schmackhaft gemacht hatten, wurde dieses schnell und einstimmig als zentraler Aufenthaltspunkt bestimmt.




Die wunderschöne und offene Bauweise der Villa macht es Gästen einfach Zeit miteinander zu verbringen, ohne dabei  Privatsphäre einbüßen zu müssen. Den zentralen Punkt bildet die offene Wohnküche mit direktem Anschluss an Garten und Pool. 





Die 4 Schlafzimmer mit integrierten Bädern  sind im Halbkreis um die Wohnküche herum angebaut und jeder Raum bietet ausreichend Platz für 2 Erwachsene im Doppelbett, sowie Baby oder Kleinkind im Zustellbett. 
   



Neben einer voll ausgestatteten Küche,  Waschmaschine und Gasgrill, bietet das Bismarck Paradies auch den ganz besonderen Service des housekeepings an. 
Je nach Anzahl der Reisenden kümmern sich 1-2 Angestellte um das tägliche Wohl der Gäste, bereiten auf Wunsch Frühstück, Mittag- und Abendessen zu, besorgen Obst und andere Lebensmittel marktfrisch. Kümmern sich um Betten, Handtücher und sonstige Wäsche. 
Also ein Service der den eines Hotels übertrifft und dabei das Gefühl von Urlaub in den eigenen vier Wänden beschert.



Nun aber zum eigentlichen Thema: dem Mietwagen

Wir buchten unsere Unterkunft mitsamt den vorhandenen Mietwagen. 
Anfangs war ich zugegebener Maßen ein wenig skeptisch ob die Idee Phuket mit dem Pkw zu erkunden nicht nach hinten los gehen würde. Doch überraschender Weise kann ich euch jetzt genau diese Art der Fortbewegung wärmstens empfehlen. 
An den Linksverkehr hat man sich recht schnell gewöhnt. Die Fahrweise der Thais auf Phuket ist vergleichbar mit der einiger europäischer Länder, getreu dem Motto: der Stärkere möge gewinnen. Jedoch herrscht auf der Halbinsel (außerhalb Phukettown) nicht all zu viel Verkehr und so lässt sich mit ein wenig Vorsicht und der nötigen Gelassenheit ganz entspannt fahren.



Ein Navigationsystem ist nicht unbedingt notwendig, da sämtliche Ziele gut ausgeschildert sind. Schaden kann es jedoch nicht.
Tankstellen sind gut verbreitet und der Liter Benzin reißt mit gerade einmal 34 Baht (rund 0,90€) auch keine allzu großen Löcher in die Urlaubskasse.
Parkplätze sind selbst in Phukettown oder an stark besuchten Sehenswürdigkeiten ausreichend vorhanden. 
Und ein Mietwagen macht euch unabhängig von Busunternehmen und Tourveranstaltern. 
Ihr bestimmt Zeit und Ziel nach eurem Urlaubsrhytmus.




Badespaß für Groß und Klein

Unserer Meinung nach gehört zu einem Thailandurlaub auch der Besuch unterschiedlichster Stände. Schnell findet man für sich den passenden Strand und ernennt diesen zu seinem Lieblingsspot. 

Layan oder auch Dream Beach

Unser Favorit wurde der LayanBeach in 12km Entfernung.
Auf Phuket leider mittlerweile selten geworden, findet man hier noch Liegestühle und Schirme direkt am Strand. Kosten pro Liege und Tag rund 3€.





Unterschiedliche Strandbars, Grills und Garküchen bieten leckerste Gerichte an. Die Vielfalt reicht von Thaicurrys bis hin zu Hamburger und Pommes…gerade bei den kleinen sehr beliebt. Kühle Drinks und frisch zubereitete Shakes schaffen auch außerhalb des „kühlen“ Nass angenehme Erfrischung. 
Auch traditionelle Thaimassagen  werden angeboten. Hierfür zahlt ihr rund 10€ pro Stunde.
Unbedingt empfehlenswert ist es den Sonnenuntergang abzuwarten und den Tag mit einem leckeren MaiThai mit den Füßen im Sand ausklingen zu lassen.



Nai Yang Beach

Wir besuchten diesen Strand mehrmals während des Urlaubs.
Allerdings kamen wir immer erst am Abend zum Essen vorbei.
Das Angebot ist groß und vielseitig. Es gibt für jeden Geschmack und Geldbeutel die passende Köstlichkeit.   
Am Ende der Strandpromenade kann man sehr lecker und preiswert essen. Weiter vorne wird es etwas teurer, dafür stehen die Tische teilweise direkt am Strand mit Blick aufs Meer.
Viele Restaurants bieten spezielle Kindermenüs an oder bereiten Pasta und Co. für die Kleinen zu (falls das überhaupt nötig sein sollte bei dem leckeren Thai-Essen).





Unsere Top 5 auf Phuket


Big Buddah 

Eines unserer Highlights war der Besuch des Big Buddah im Süden Phukets. Rund eine Stunde Fahrt durch kleine und große Wohngebiete, über Schnellstraßen und Schotterwege, vorbei an unzähligen Geschäften, Restaurants und ElephantTrails bis hin zur 45m hohen Marmorstatue. 





Von hier aus hat man nicht nur einen grandiosen Blick auf die Bucht von Chalong, hier hat man die Möglichkeit sich ein klein wenig mehr mit dem Buddhismus auseinander zu setzen und erhält dank Schaubildern, Poster und kleinen Ausstellungen eine Vielzahl interessanter Infos.






Wenn man den Besuch bereits im Vorfeld plant, sollte man an die richtige Kleidung denken: Hose bis übers Knie und Schultern bedecken! 
Sollte man sich jedoch spontan für einen Besuch entscheiden oder der Koffer das richtige Outfit ganz einfach nicht beinhalten, gibt es am Eingang zu Big Buddah die Möglichkeit sich kostenfrei lange Blusen und Wickelröcke zu leihen.
Kinder müssen sich an keinerlei Kleiderordnung halten…sollten jedoch unbedingt einen Sonnenschutz tragen, denn so weit oben auf dem Gipfel des Nakkerd Hill macht sich die Sonne schwer bemerkbar.

Promphtep Cape

Wir haben unseren Ausflug gleich noch mit dem Besuch des Prompthep Cape am südlichsten Punkt Phukets verbunden. 



Wunderschöner Blick aufs offene Meer, Restaurants und Bars für eine leckere Mittagspause und kleine Läden mit Kunsthandwerk, Muscheln, Sarongs, Schals und Spielzeug laden zum Verweilen ein.






Phang Nga Nationalpark

Auch unser nächstes Ausflugsziel führte uns ans andere Ende von Phuket. Diesmal jedoch in den Südosten – in den Phang Nga Nationalpark.
Auf der einstündigen Fahrt quer durch Phuket, konnten wir dank geringem Verkehr und den gut ausgebauten Straßen schon viele interessante Eindrücke sammeln. 
In Phang Nga angekommen, suchten wir uns einen Parkplatz am Touristinformationcenter und buchten ganz in der Nähe ein Longtailboat samt Fahrer, Schwimmwesten und Tour nach Khao Phing, besser bekannt als James Bond Island. 



Umgerechnet 150€ zahlten wir für die 5 stündige Tour für  6 Erwachsene, zwei Kinder und zwei Babys.
Da ja bekanntlich der Weg das Ziel ist, entschieden wir uns für eine Rundfahrt - vorbei an Mangrovenwäldern und ihren Bewohnern den Makaken-Äffchen, der Wasserzigeunerstadt Koh Pannyi und zahlreicher Felshöhlen, um den James Bond Felsen herum und zurück zum Ausgangspunkt. 

Natürlich hätte man die Bootfahrt mit einem Besuch der James Bond Insel Khao Phing (5€ p.P.) und einer Kanutour durch die Felshöhlen (13€ p.P.) noch toppen können. Doch aus Rücksicht auf unsere jüngsten Reiseteilnehmer haben wir auf eine waghalsige Kanutour gerne verzichtet und uns stattdessen ein leckeres Mittagessen auf Koh Pannyi gegönnt. 




Das Fischerdorf liegt mitten im Meer und ist komplett auf Stelzen gebaut. Nicht nur Wohnhäuser für rund 200 Familien und Restaurants finden sich hier, auch kleine Geschäfte, eine Schule mit Fußballplatz und eine Moschee gibt es zu bestaunen. Wirklich sehenswert.






Wat Suwan Kuha        
                                                                                             
Nach unserer Longtailboat-Tour machten wir uns zurück auf den Heimweg. Passender Weise kamen wir dabei direkt an einer weiteren Sehenswürdigkeit Phukets vorbei: dem Höhlentempel Wat Suwan Kuha, der aufgrund seiner zahlreichen, frechen Bewohner auch Affentempel genannt wird. 







Bereits auf dem Parkplatz wird man von den kleinen Frechdachsen begrüßt und zum Füttern aufgefordert. Wer das gerne mag, kann an einem der Ständchen, eine Tüte mit Mais, Bananen und Co. erstehen und die Makaken damit füttern. Der Preis für eine Futtertüte liegt bei knapp 2€. Allerdings sollte man gerade mit kleinen Kids immer ein Auge auf die Affen (und die Kinder) werfen, denn geht es mal nicht schnell genug oder nicht nach ihren Köpfchen, dann wird gerne mal gezickt oder selbst nachgeholfen. Am besten bleiben die Futtertüten bei Mama und Papa.




Das Innere des Tempels erkundet man für umgerechnet 2,60€ pro Besucher. Kinder sind frei.





Die vier unterschiedlichen Höhlen des Tempels sind wirklich sehenswert und unbedingt einen Stop wert. Gleich nach Betreten des Tempels gibt es den 15m langen und liegenden Buddah zu bestaunen, dahinter Tham Yaeng, die helle Höhle.  
Tham Meud, die dunkle Höhle samt Fledermäusen grenzt dahinter an und die vierte Höhle, Tham Kaew beherbergt unterschiedliche Kristalle. 




Die Kalksteinhöhlen zählen alle samt zu einem Klosterkomplex, der nicht nur eine religiöse Gebetsstätte darstellt, sondern auch als wichtiges Schul- und Meditationszentrum in Südthailand gilt . Sogar Nicht-Buddhisten können hier tage- oder wochenlang mit Mönchen leben und meditieren.






Phukettown und der Naka Market      
         
Schon vor unserer Abreise nach Thailand stand für mich fest, dass wir unbedingt einen wuseligen Markt besuchen sollten. Genau das haben wir dann auch an einem Samstag Abend getan und uns ins getümmel des Naka Marktes in Phukettown gestürtzt. 
Glücklicherweise waren wir bereits gegen 18 Uhr dort und konnten noch einen der wenigen PKW-Parkplätze ergattern. Je später der Abend desto voller die Straßen rund um den Markt.
Auch bei extrem heißem Wetter oder an Regentagen ist dieser Markt zu empfehlen, denn er ist fast vollständig überdacht. 
Es gibt unzählige Stände mit Taschen, Textilien , Kunst und Handwerk, Essen, Getränke und vieles mehr.
Hier findet man nicht nur das richtige Mitbringsel für die daheim gebliebenen oder tolle Andenken für das eigene Wohnzimmerregal - hier kann man auch die unterschiedlichsten Köstlichkeiten ausprobieren und sich einfach verzaubern lassen.


Ein weiterer Pulspunkt für einen Besuch in den frühen Abendstunden, ist der recht geringe Besucherantrag. So war es überhaupt kein Problem mit dem Buggy zwischen den Ständen und Besuchern durch zu fahren. Ab 20 Uhr stehen die Chancen hierfür allerdings mehr als schlecht, denn dann kommen Touri´s und Einheimische gleichermaßen zum Abendessen vorbei.

Im Großen und Ganzen lässt sich der Markt in zwei Bereiche einteilen: food und non-food!
Wir "arbeiteten" uns zuerst durch den non-food Bereich. Die Preise sind wirklich sehr gut und handeln ist IMMER möglich...



...anders im food bereich: hier ist handeln meiner Meinung nach auch unangebracht, denn so tolle Gerichte zu so geringen Preisen muss man einfach lieben.



 Mein Mann und die Kids testeten sämtliche Speißen...egal ob Satespieße, Tintenfischspieße, Heuschrecken, Suppen oder sogar Döner. Hier gibt´s die leckersten und günstigsten Gerichte weit und breit. 








Für mich als Vegetarier war leider nicht all zu viel dabei, aber wo sonst bekommt man in Thailand einen vegetarischen Döner oder Chips am Spieß.
Absolut zu empfehlen






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