Donnerstag, 7. September 2017

-Airlines und ihre Ticketpreise - Wenn selbst die beste Urlaubsplanung nichts mehr nützt...

Vor Wochen, NEIN sogar bereits vor Monaten haben wir uns fest dazu entschlossen unseren Urlaub 2018 auf Bali zu verbringen.
Wunderschöne Strände, üppige Reisfelder, atemberaubende Sonnenuntergänge, mystische Tempel und entspannende Massagen...genau wonach wir suchen...dazu ein mehrtägiger Aufenthalt in unserer Lieblingsstadt Singapur

<3 p="">Ich machte mich sofort an die Planung, studierte Reiseführer um Reiseführer, verglich Unterkünfte unterschiedlichster Art nach Preis und Lage miteinander und plante bereits unsere Ausflüge vor Ort: Mietwagen, geführte Tour, Radtour und so weiter und so weiter.

Noch bevor die Airlines überhaupt ihre Preise für 2018 veröffentlichten, durchforstete ich Foren und Blogs nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis für unsere Flugroute.
Vor wenigen Tagen war es dann endlich soweit und unsere favorisierte Airline gab die Flüge zum Buchen frei.
Also ab an den Rechner und Preise kontrollieren: 957€ pro Erwachsenem mitten in den Sommerferien...besser geht es kaum!

Jetzt nur noch bei den Kollegen das OK einholen und dann die Kreditkarte zum glühen bringen :-)

Höchstwahrscheinlich kann der ein oder andere es gar nicht glauben, dass ich hier tatsächlich schon von Flügen im Sommer 2018 schreibe.
So ähnlich denkt auch immer wieder mein lieber Mann ;-)
Doch heute kann ich ihm und vielleicht auch euch tatsächlich beweisen, dass es sich absolut lohnt eine Reise so früh wie möglich zu buchen:

Heute war es endlich soweit und wir hatten alles unter Dach und Fach.
Ich hatte noch einmal die Preise anderer Airlines gecheckt, die optimalen Flugzeiten für uns ausgetüftelt, mich bei verschiedenen Unterkünften nach Airporttransfer und weiteren Annehmlichkeiten erkundigt und war drauf und dran das ganze nun tatsächlich in die Tat umzusetzen....

Doch was ist das:
Plötzlich kosten die Tickets unmengen mehr. Gestern mittag lagen die Preise noch bei 957€ pro Ticket. Keine 24h später soll das ganze rund 1000€ mehr kosten.
Es ist leider kein Witz. 1000€ im Gesamtpreis mehr!

Jetzt sitze ich hier, starre auf den Laptop und überlege wem ich am liebsten die Schuld für diese Misere in die Schuhe schieben würde.
Der Airline, die einfach an der Preisschraube dreht?
Mir, weil ich mich so akribisch auf eine Reise vorbereitet habe, die noch nicht einmal gebucht war?
Oder allen anderen, die eben genau 24h zu lange dafür gebraucht haben um abzuklären ob der Urlaub 2018 zu diesem Zeitraum stattfinden kann?

Tja, nun ist es wie es ist...leider!

Singapur Airlines hat seit heute die Superdeals ins Programm genommen: 692€ pro Ticket nach Denpasar (Bali)...allerdings außerhalb der Ferienzeit.
Genau das scheint für mich auch der Grund für den rasanten Preisanstieg zu sein.
Was man an einer Stelle an Angeboten raushaut, muss man eben an anderer Stelle wieder rein holen.


Doch warum erzähle ich euch das jetzt überhaupt?
Damit auch ihr aus meinem Fehler lernen könnt:

Das heutige Erlebnis ist das beste Beispiel für das was ich privat und auch bei meinen ReiseLiebe-Kunden immer und immer wieder predige:

Umso früher eine Reise gebucht wird, umso besser auch meist die Preise!

Habt ihr die Chance eure Reise früh zu buchen? Dann ergreift sie!
Überlegt nicht lange hin und her! Wartet nicht auf  noch bessere Angebote!

Sichert euch bei Pauschalreisen den Frühbucherrabatt oder nutzt bei Airlines das meist geringe Kontingent der günstigen Buchungsklassen.

Jetzt also ab an die Weltkarte und ein Ziel für nächstes aussuchen und vor allem BUCHEN

Samstag, 19. August 2017

Mach die Hauptstadt zum Paradies für deine Kids...

Höchstwahrscheinlich hat der ein oder andere schon gemerkt, dass wir wahnsinnig gerne in Städten unterwegs sind.
Sightseeing, Museen, shopping, Käffchen schlürfen und das bunte Treiben beobachten...

Natürlich weiß ich aus eigener Erfahrung auch, dass Ausflüge in die Natur oft entspannter für Mama und Papa sind.
Doch mit den richtigen Aktivitäten wird auch dieser Trip zum Erfolgserlebnis für Groß und Klein.

Berlin

Viele denken bei einem Besuch unserer Hauptstadt in erster Linie an Bundestag, Checkpoint Charlie, "die Mauer" und Co. 
Zugegeben ... diese Sehenswürdigkeiten solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen und im besten Fall hattet ihr in eurer "kinderlosen" Zeit schon einmal die Möglichkeit dazu diese zu entdecken. 
NEIN?
Überhaupt kein Problem! Bindet sie einfach zwischen den Tipps spielerisch, zwanglos und spontan nach Lust und Laune mit ein.



Tipp 1 - Kindercafe´-

Für Großstädter mittlerweile ganz normal, für uns Landeier ganz was Neues. Kennt ihr Kindercafe´s?

Cafe´s mit gemütlichen Sitzgelegenheiten für die Großen und einer super tollen Spielecke für die Kleinen. 
Dazu Köstlichkeiten für den knurrenden Magen und Fingerfood für das Snacken zwischen dem toben.

Berlin hat eine ordentliche Auswahl solcher Kindercafe´s und jedes einzelne bietet einen anderen Service und eine andere Möglichkeit ein paar nette Stunden zu verbringen.

Uns zog es zum Sonntagsbrunch zu Emma&Paul.
Wir machten es uns an einem gemütlichen Tisch an der hellen Fensterfront bequem und bestellten den ersten frisch gebrühten Kaffee des Tages. Die Kids waren sofort hin und weg, streiften ihre Schuhe von den Füßchen und verschwanden in der riesigen Spielecke mit Bauklötzen, Spielen, Bücherregal und großer Rutsche samt kleinem Bällebad.

Das kleine, feine und verdammt leckere Buffet hatte für jeden Geschmack das passende Angebot: Eier, Körnerbrot, Fruchtquark, Nudelauflauf, Muffins, Lachs, Käse und so weiter und so weiter.
Auch die Getränkekarte bietet vom Kaffee bis hin zum kühlen Bierchen alles was das Herz begehrt... 



Tipp 2 - Radtour - 

Eine Radtour ist normalerweise nicht gerade das Erste was einem mit zwei Kindern während einem Hauptstadtbesuch in den Sinn kommt. 
Vor allem wenn der "Große" noch nicht der sicherste Radfahrer ist.
Doch genau diese Art von Entdeckungstour möchten wir euch als Tipp Nummero 2 empfehlen:

Vorab reservierten wir bei Fat Tire Tours unsere fahrbaren Untersätze:
Damenrad mitsamt Kindersitz und Herrenrad mit Ein-Rad-Anhänger für insgesamt 38€ Tagesmiete.
Helme für Jung und Alt, sowie Fahrradschlösser im Preis inklusive.

Los geht´s:
Berlin verfügt über ausgesprochen gute Radwege quer durch die Stadt und alle Sehenswürdigkeiten sind perfekt ausgeschildert und problemlos mit dem Drahtesel zu erreichen. 
Dank dem Ein-Rad-Anhänger konnten wir den Großen stehts in Sicherheit wiegen und trotzdem hatte er das Gefühl selbstständig zu radeln.
Für uns gibt es keine bessere Möglichkeit die Hauptstadt zu erkunden (gutes Wetter vorausgesetzt) und werden es auf jeden Fall noch einmal tun.




Tipp 3 - Schokowelt -

Eine spannend-süße Attraktion bietet die bunte Schokowelt von Ritter Sport.
Wo sonst kann man seine eigene Schokoladentafel kreieren, etwas über die Herstellung der leckeren Nascherei erfahren und zugleich die außergewöhnlichsten Schokokreationen für die Daheimgebliebenen erstehen.
Also worauf wartet ihr: ab ins Zentrum und naschen...










Mittwoch, 9. August 2017

Mein ganz besonderer Reisetipp an euch

Es gibt wirklich zahlreiche Möglichkeiten die schönste Zeit des Jahres zu verbringen.
Die einen lieben Sommer, Sonne, Strand und ein gutes Buch.
Die anderen sind auch im Urlaub ständig unterwegs und genießen die unterschiedlichsten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten.

Viele lieben den Komfort einer Clubanlage und dem dortigen all-inclusive-Programm und andere wiederum schätzen die Vorteile die das individuelle Reisen bietet, nämlich ständig etwas Neues zu entdecken und an keinen Ort gebunden zu sein.

So unterschiedlich diese beiden Reisetypen auch sind, sie lassen sich wunderbar miteinander kombinieren und bilden so eine ganz neue Urlaubskategorie: 

USA - Roadtrips!




Hier kommt jedes Familienmitglied auf seine Kosten und sämtliche Vorlieben können berücksichtigt werden:


· Übernachten im kleinen Bed&Breakfast und im großen Strandhotel
· Sightseeingtouren durch pulsierende Städte und wandern durch unberührte Natur
· Schlemmen in den schicksten Restaurants und Picknick´s im Park
·Cruisen mit dem Cabrio und Action auf dem Mountainbike
·Museen, Architektur und adrenalingeladene Themenparks
·weiße Puderzuckerstrände und windige Dünen








 Zugegeben, ein Roadtrip bringt noch ein paar weitere Urlaubsänderungen mit sich:
 
Im Vorfeld muss einiges geplant und vorbereitet werden und während der Reise wird einer der Teilnehmer selbst zum Chauffeur und Reiseleiter…
Aber mal ganz ehrlich: wer cruised nicht gerne ganz entspannt an der Küste entlang, genießt eine atemberaubende Aussicht und streckenweise leere Straßen.
Und für die Planung im Vorfeld…da habt ihr ja mich






Hier meine Top 3 Roadtrips

 

 
the eastside
New York (Manhattan) – Washington D.C. – Norfolk – “the outer banks” – Myrtle Beach – Savannah – St. Augustine – Orlando (DisneyWorld) – Miami

Glamour, fun and nature
Las Vegas – Mojave Nationalpark - Joshua Tree Nationalpark – Los Angeles – Yosemite Nationalpark – San Francisco



Indian Summer
Boston – New Hampshire – Vermont - Maine


Samstag, 5. August 2017

Ich mach mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt....

Hach...jetzt habe ich mir doch recht lange Zeit damit gelassen euch von meinem Lieblingsausflug mit AidaMar zu berichten, aber ich weiß schlicht und einfach nicht wo ich bei diesem tollen Landausflug anfangen soll zu schwärmen:

Bei der atemberaubenden Einfahrt in den Hafen, durch hunderte kleiner und großer Schären?
Bei der wunderschönen Altstadt mit ihrem Schloss, Cafes und kleinen Geschäften?
Oder bei dem Highlight für unsere Kids, dem Astrid Lindgren Museum?

Wahrscheinlich weiß der ein odere andere bereits wohin uns AidaMar zum letzten Landgang brachte...für alle anderen hier noch ein kleiner Tipp:



Ganz nach dem Motto des frühen Vogels, ging es für mich bereits zum Sonnenaufgang an Deck. Vorbei am kleinen Frühaufsteherbuffet mit frisch gebrühtem Kaffee und süßem Gebäck, hinaus in die frische Brise der Ostsee. 
Einige Gleichgesinnte tummelten sich schon an der Reling und reckten ihre Nasen den ersten Sonnenstrahlen entgegen. 
Bewaffnet mit kuscheliger Wolldecke und Kamera, suchte auch ich mir einen Platz in der Sonne.
Die Aussicht die sich einem von Deck eines so großen Kreuzfahrtschiffes bietet, ist einfach atemberaubend schön. 
Allein für die vielen bezaubernden kleinen Inseln (Schären) mit ihren typisch schwedischen Holzhäuschen war diese Reise jeden Cent wert. 

Leider kann man die Schönheit mancher Momente nicht in Worte fassen (zumindest ich nicht), aber ich habe versucht sie für euch mit der Kamera einzufangen und naja, ich finde das Ergebnis ganz gelungen:
















Herzlich Willkommen in Stockholm

Vor einiger Zeit planten wir schon einmal einen Besuch in Schwedens Hauptstadt, daher existierten noch reichlich Ideen und Pläne wie wir den Tag verbringen wollten. Allem voran, sollten unsere Kleinen heute voll auf ihre Kosten kommen. In Stockholm überhaupt kein Problem.

Zunächst einmal ging es vom Hafen mit dem Hop-On-Hop-Off-Boot Richtung Gamla Stan.
Umgerechnet kostete uns die Fortbewegung mit den HoHo-Boat, wie es die Einheimischen nennen, rund 40€.  Klingt viel...und das ist es auch !
Wir hätten das Geld besser in einen weiteren Museumsbesuch oder Wikinger-T-Shirts für unsere Kinder investiert.
Warum?
Das Zentrum Stockholms ist in 30min ganz gut zu Fuß zu erreichen und einmal dort angekommen, liegt eine Sehenswürdigkeit nah an der nächsten, sodass für uns eine weitere Fahrt mit dem HoHo-Boat gar nicht in Frage kam. 
Auf dem Heimweg, als wir das Boot dann dringend nötig hatten, mussten wir erstaunt feststellen, dass die Boote bereits um 16:00 Uhr den Betrieb einstellen. 
Also blieb uns nur die öffentlich Fähre...und die hätten wir besser gleich genutzt. Für wenige Euro kommt man unkompliziert dorthin wo man möchte. Auch früh am Morgen oder spät am Abend.

Genug gemosert, nun zu den wirklich interessanten Themen.  



Altstadt

Der Stadtteil Gamla Stan ist der älteste und für uns auch schönste Stadtteil Stockholms.
Viele verwinkelte, enge Gässchen gilt es zu entdecken und dabei die gemütlichen Cafes und bezaubernden Boutiquen zu erkunden.








Nicht nur Kinderaugen staunen beim Anblick des Königlichen Schlosses. 
Dicke Mauern, Wachmänner in Uniform und alte Kanonen. Sogar eine Schatz- und Rüstkammer gilt es zu bestaunen.
Zahlreiche Utensilien der frühen und heutigen Königsfamilie werden in der Livrustkammaren ausgestellt. 
Von der königlichen Kutsche, über verschiedene Ritterrüstungen, bis hin zu Kleidern von Prinzessin Victoria.
Und das beste daran: es ist nicht nur kostenfrei, sondern absolut kinderfreundlich aufgebaut. Denn die kleine Castle-Maus führt die kleinsten Besucher von Schaukasten zu Schaukasten. 
Auch eine Kinder-Audiotour ist möglich  und kann vor Ort gebucht werden ( Kinder rund 2€ / Erwachsene rund 4€).












Sightseeing macht hungrig

Getreu unserem Motto: Wer viel sieht, muss viel essen ! War es also nun an der Zeit für eine kleine Stärkung. 
Wir entdeckten auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel einen kleinen Imbiss mit außergewöhnlichen, aber verdammt leckeren Hot-Dog-Variationen


Das hat selbst Ikea nicht im Angebot: Hot Dog mit Kartoffelbrei-, Spinat- oder Krautsalattopping...yammi...


Stockholm´s - Museen

Vasa-Museum
ABBA-Museum
Nordisches Museum
Nobelmuseum
schwedisches Nationalmuseum
Fotografiska
und viele, viele mehr hat Stockholm zu bieten. 
Also eine wahre Pilgerstätte für Museumsliebhaber.
Wir allerding hatten an diesem Tag nur Augen und Ohren für ein ganz bestimmtes Museum:

junibacken - das Astrid Lindgren Museum

Für gut investierte 14€ bzw. 16 € (Kids/Erwachsene) bekommt man hier alle Helden Astrid Lindgrens zu Gesicht, spielt in Pippi´s Villa Kunterbunt, fliegt mit Karlson über die Dächer der Stadt oder besucht mit dem Story-Train unter anderem den Hof von Michel und seiner Familie.

Ein wirklich zuckersüßes Ausflugsziel für Kinder, Eltern und Großeltern. 
Wer in Stockholm mit Kindern unter 10 Jahren urlaubt, kommt an diesem Museum einfach nicht vorbei.









Nach einem langen, aufregenden Tag ging es für uns zurück an Bord. 
Vieles blieb unentdeckt und wartet darauf in naher Zukunft von uns ausfindig gemacht zu werden.

Aber zunächst einmal hieß es für AidaMar "Leinen los" und für uns ab zum entspannten Abendbuffet bei einem guten Glas Wein und atemberaubender Aussicht.








Freitag, 16. Juni 2017



Gerade in diesem Moment tritt eine meiner besten Freundinnen vor den Traualtar.
Und da dies nicht nur für das Brautpaar ein sehr emotionales Ereignis ist, denke ich heute voller Stolz an die letzten (fast) 30 Jahre zurück:

Nicht nur Kindergarten, Schule, Sportverein und Ausbildung - auch Freude, Trauer und Abenteuer haben wir gemeinsam durchlebt.
Sogar auf den größten und wichtigsten Reisen waren wir vereint: die erste Klassenfahrt, die Abschlussfahrt, der erste Urlaub ohne Eltern und einige weitere.

Doch berichten möchte ich heute von einer Tour die nicht zu unseren schönsten gehört hat und irgendwie genau deshalb so tief in unseren Köpfen und Herzen verankert ist und uns alle immer wieder zum lachen bringt!


Liebe Julia, lieber Jochen
Ich widme euch heute meinen kleinen Post und wünsche euch eine aufregende, liebevolle und glückliche Ehe.
Mögen all eure Träume, Wünsche und Reiseziele in Erfüllung gehen
Bleibt so frei, weltoffen und humorvoll wie ihr seid!
In Liebe
Selina 









Im Januar 2013 befanden mein Mann und ich uns gerade für 4 Monate mit unserem Sohnemann in Singapur. Wie selbstverständlich buchten auch Julia und Kerstin ein Ticket nach Asien, um uns für 14 Tage zu besuchen.
Natürlich wollten wir in diesen zwei Wochen auch möglichst viel erleben und machten uns auf den Weg nach Kuala Lumpur.




Wir buchten für unseren Wochenendtrip ein Ticket für Hin- und Rückfahrt bei goldencoach und zahlten dafür gerade einmal 35€ pro Erwachsenem.
Kinder reisen kostenlos auf dem Schoß der Eltern oder für 10€ extra ganz bequem auf ihrem eigenen Sessel. 
Ja richtig gelesen: SESSEL! Die Sitze in den Bussen der meisten Expressbus-Linien sind viel breiter und deutlich gemütlicher als in normalen Bussen und ähneln Dank der fast ins waagerechte verstellbaren Rückenlehne eher einem Sessel als einem Sitz. 
Für die kleinen Passagiere optimal um zu schlafen oder zu spielen.


Die Tickets hatten wir bereits im Vorfeld bezahlt und ausgedruckt und so mussten wir am Tag der Abreise nur mit Sack und Pack am Abfahrtspunkt im Concorde Shoppingcenter an der Outram Rd bereitstehen.

Die Fahrt war wirklich sehr angenehm und wohl temperariert.
Durch das Schaukeln des Busses schliefen nicht nur die Kleinen Reiseteilnehmer schnell ein und es war während der gesamten 6 Stunden Fahrtzeit angenehm ruhig. 
Nach zwei kurzen Stopps an Grenze und Rasthof, waren wir auch schon da.

Soweit so gut


Doch leider fing hier auch schon das Übel so allmählich an:
Nicht nur das es wie aus Eimern goss und uns der Busfahrer ohne mit der Wimper zu zucken samt Gepäck und Kinderwagen nach draußen schob, es war weit und breit kein Taxi zu finden.
Man kann sich schon im Vorfeld für eine von zwei Bushaltestellen in Kuala Lumpur entscheiden: eine im Herzen KL´s und eine etwas außerhalb gelegen.
Und da unser Hotel nun mal in dieser Richtung lag, wählten wir Möglichkeit 2.

Naja, irgendwann sind auch wir klatschnass mittels Taxi im Hotel eingetroffen.
Glücklicherweise haben wir sogar einen sehr netten und aufrichtigen Fahrer erwischt. Denn die Taxifahrer in Kuala Lumpur könnte man gut und gerne in zwei Kategorien teilen: Gut (wie dieser) oder weniger gut (wie die, die da noch kommen sollten)

Da KL ein wirklich umheimlich tolles Preis-Leistungsverhältnis bei Hotelzimmern aufweist, haben wir uns nicht lange bitten lassen und gleich eine Suite gebucht:




2 Schlafzimmer, 2 Bäder, Küche und Wohnzimmer...alles für uns :-)

Da wir am Anreisetag noch alleine ohne meinen Mann unterwegs waren (er konnte aus beruflichen Gründen erst mit dem Nachtbus aus Singapur anreisen), merkten wir schnell, dass wir für die Einheimischen ein sehr seltsames Bild abgaben:
Drei blonde Frauen mit strohblondem Kleinkind alleine unterwegs in einem muslimischen Land. Ach eigentlich kein Problem dachten wir, doch leider wurden wir schnell eines besseren belehrt. Das Personal im Hotel tuschelte hinter unserem Rücken, ein Taxifahrer lehnte gar ab uns in die Stadt zum Abendessen zu bringen und im Restaurant wurden wir erst nach mehrmaligem auf uns aufmerksam machen bedient. Zuerst schoben wir es auf die Art der Malaien und dachten dies sei hier normal. Doch als am nächsten Morgen mein Mann mit am Tisch saß, sah die Welt gleich anders aus: viel freundlicher, serviceorientierter und alle Taxen fahrbereit...

In den beiden kommenden Tagen besuchten wir einige Attraktionen Kuala Lumpurs und machten uns bereit für eine ausgiebige Shoppingtour...KL soll ja bekanntlich ein absolutes Shoppingmekka sein.
Leider weit gefehlt. Weder europäische Marken, noch amerikanische oder asiatische Marken sind hier wirklich viel günstiger zu finden. Vielleicht haben wir uns aber auch einfach auf Grund der gemachten Erfahrungen nicht mehr richtig aufs Shoppen einlassen können.

Wir besuchten den Menara Kuala Lumpur (Fernsehturm), die Petronas Towers, den KLCC Park und die Shoppingcenter des Golden Triangle. 
Tranken Cocktails, schossen Erinnerungsfotos und hatten eine wirklich tolle Zeit. 






Wir hatten uns diese Stadt wohl einfach nur anders vorgestellt. KL lässt sich wirklich wunderbar zu Fuß entdecken. Auch öffentliche Verkehrsmittel lassen sich gut nutzen. Beim Taxifahren sollte man unbedingt darauf achten mit dem Fahrer einen Preis vor Abfahrt zu vereinbaren. Gerne wird hier einfach mal das vierfache abgerechnet...wir sprechen aus Erfahrung
 -leider-oder besser: selbstschuld





Nach dem wir also die anfänglichen Unannehmlichkeiten überwunden hatten und ein paar schöne Tage im Herzen der Stadt verbracht hatten, kamen wir zu dem Teil der Reise, der diese so schrecklich besonders machte. Was auf der Hinreise absolut empfehlenswert war, wurde auf der Rückreise zur Ausnahmesituation.

Kurz nach dem einchecken am KL Busterminal mussten wir erfahren, dass unser Bus (angeblich) in einen Unfall verwickelt gewesen sei und uns daher nicht abholen könnte.
Stattdessen könnte man uns einige Stunden später einen anderen Bus zur Verfügung stellen und wir könnten mit diesem kostengünstig aber leider nicht per Express nach Singapur reisen.
Da uns ja scheinbar keine andere Wahl blieb, warteten wir eine ziemlich lange Zeit in der schwülen Halle des Terminals.
Irgendwann war es dann auch Gott sei Dank soweit und ein Mitarbeiter brachte uns zum Bus. 
Leider ging es für uns aber nicht wie angenommen ins untere Stockwerk des Terminals von wo die Reisebusse eigentlich abfuhren. Nein, wir wurden durch den Keller, hinaus auf die Straße, durch einen Hinterhof, in eine sehr verdreckte Seitengasse gebracht. Hier machte Julia auch gleich noch die Begegnung schlechthin: zeitgleich überquerte nämlich auch eine riesige Ratte die schmutzige Straße und lief ihr genau zwischen die Füße. 
Ich weiß bis heute nicht welche der beiden erschrockener war: Ratte oder Julia?
Wir restlichen drei hatten zugegebener Maßen einen heiden Spaß bei dieser Begegnung...

...doch was soll ich sagen, der verging uns dann direkt hinter der nächsten Ecke, als wir unseren Bus zu Gesicht bekamen: Uralt, gerissene Frontscheibe und gerappelte voll mit Männern aus aller Herren Länder die genüsslich ein Kippchen nach dem anderen rauchten.
Ich würde mich nicht gerade als empfindlich bezeichnen, aber hier entdeckte ich die Löwenmama in mir und beschloss diesen Bus definitiv nicht zu betreten. Vor allem nicht mit einem Baby.
Der nun nicht mehr ganz so nette Mitarbeiter des Terminals meinte darauf, dass wir keine Sorge haben sollen in Singapur anzukommen. Es würde eben nur ein wenig länger dauern, da dieser Bus einen Umweg fahren müsse. Außerdem müssten wir natürlich auch nicht stehen. Er würde sich um einen Platz für uns kümmern.
Gesagt, getan und er ging durch dir Reihen im Bus und bot den armen Mitreisenden Geld für ihre Sitzplätze an. Einige willigten ein und stellten sich dann auch in den Gang um uns ihre Plätze zu überlassen.
Ich war mit dem Thema eigentlich von Anfang an durch, aber mein Mann der eben immer an das Gute im Menschen glaubt, wollte noch nicht aufgeben und fragte einen der Reisenden wo der Bus denn hin fahre? Ich konnte mir den Zielort nicht merken und weiß auch bis heute nicht ob es sich dabei um eine Destination in Malaysia oder Thailand handelte...aber es war ganz klar nicht Singapur!!!
Nach langem gezeter hatte der Terminal-Angestellte auch keine Lust mehr auf weitere Diskussionen und merkte, dass sein "Plan" bei uns nicht auf gehen würde.
Also resignierte er und gab uns die original Tickets von Golden Coach zurück, nannte uns Abfahrtsort und -zeit für den nächsten Bus und ging davon....

Da standen wir nun wieder und warteten zum dritten Mal an diesem heißen Tag auf den Bus


Man erlebt schon so einiges im Busterminal von KL:
Kakerlaken Schwärme, WC´s die eher Tropfsteinhöhlen ähneln, lautstarke Streitereien und vieles mehr...Langeweile sollte also keine aufkommen ;-)

Zwei Stunden später war es dann soweit und wir konnten entspannt im Bus platz nehmen und unsere Heimreise nach Singapur antreten. Auf Grund der langen Warterei im Vorfeld, hatten wir mit anderen Reisenden bereits Kontakt geknüpft und es wurde eine richtig gelungene Heimfahrt.


Ob ich Kuala Lumpur empfehlen kann?


Ganz ehrlich: Ich bin mir nicht sicher. Vielleicht hatten wir einfach nur Pech. Vielleicht war es Zufall am ersten Tag auf so viele unfreundliche Menschen zu treffen und es hatte nichts damit zu tun, dass drei Frauen und Baby alleine unterwegs waren. Vielleicht war es gar nicht die Ticketmafia die versuchte uns in einen Billigbus zu stecken, um unsere Tickets dann weiter verkaufen zu können.

Sagen wir mal so:
Als Stop-Over mit kurzem Aufenthalt für Stadtrundfahrt und Fotostop bei den Petronas Towers ist KL bestens geeignet.
Als Wochenendausflug oder gar länger, meiner Meinung nach eher nicht...


Auch wenn sich mein Erfahrungsbericht im Großen und Ganzen eher negativ liest - wir hatten eine tolle Zeit in Kuala Lumpur - nur das ein odere Abenteuer hätten wir eben nicht gebraucht.
Wir sind froh diese Reise gemeinsam erlebt zu haben und lachen noch heute darüber.